....über die Öschmusik

Der Ösch, so nennt man die Gegend rund um Löffingen, liegt auf einem Hochplateau des Schwarzwaldes auf ca. 850 m ü.N.N. zwischen Donaueschingen und Titisee-Neustadt im Bundesland Baden-Württemberg.

Im Jahre 1980 kam die Idee auf, für den an Fasnacht von allen Öschzünften veranstalteten Öschabend eine Kapelle zu gründen, die nur aus Musikern aus dem Ösch besteht. Im Februar 1981 fand dann der erste Auftritt statt. Von Anfang an stand der Spaß an erster Stelle, weshalb bald auch Auftritte an Veranstaltungen verschiedener Art über das ganze Jahr folgten.

Zwischenzeitlich ist die Öschmusik zu einer beliebten und gefragten Unterhaltungskapelle avanciert, mit zahlreichen Auftritten in näherer und weiterer Umgebung. Einen Vereinsstatut strebt man nach wie vor nicht an, um die Organisation sowie andere damit verbundene Verpflichtungen auf ein Minimum zu beschränken. Nach wie vor steht die Lust am Musizieren und die Geselligkeit über finanziellen Interessen, wobei das Durchschnittsalter um 50 Jahre auch eine gewisse Abgeklärtheit erkennen lässt. So stand auch das 18-jährige Jubiläum im Sommer 1999 unter dem Motto: „Die Öschmusik wird volljährig aber nicht erwachsen“.

Höhepunkte bisher waren eine dreiwöchige Reise nach Pomerode in Brasilien, wo auf Vermittlung eines ausgewanderten Löffingers, das Pommernfest im deutschen Siedlungsgebiet bei Blumenau musikalisch umrahmt wurde. Auch ein zweitägiger Auftritt beim Weinblütenfest in Oberdollendorf bei Bonn, sowie Auftritte auf dem Pizol und in Menzingen in der Schweiz heben sich von den zahlreichen Auftritten bei Dorf-, Stadt- und Bierfesten ab. lm Herbst 1999 fand eine weitere Südamerikareise nach Cordoba (Argentinien), Porto Alegre und Rio de Janeiro (Brasilien) statt. Nach den beiden Reisen nach Südamerika stand im Jahre 2004 eine Konzertreise nach den USA und Kanada auf dem Programm. Neben Auftritten bei den Oktoberfesten in Peekskill und Clark nahm die Öschmusik an der Steubenparade auf der 5 th Avenue in Manhattan New York teil.

Ein unvergessliches Erlebnis ist die zweite Brasilienreise im Jahr 2014. Bei insgesamt 8 Konzerten in der Bundesstaaten Parana und Santa Catarina kamen über 3500 Zuhörer. Höhepunkt war dabei das Konzert in der Oper von Porto Uniao mit 950 begeisterten Gästen. Zahlreiche Einladungen und die herzliche Gastfreundschaft haben uns wiederum tief beeindruckt. Ein dreitäger “Erholungsurlaub” an der Copacabana in Rio de Janeiro rundete die Reise ab.

Im Frühjahr 2018 haben wir auf wiederholtes Drängen eines Veranstaltungsorganisators eine weitere Brasilienreise in den Bundesstaat Santa Catarina unternommen. Bei 7 Konzerten hatten wir jeweils ein begeistertes Publikum. Zwei Auftritte fanden in einer Kirche statt, was jedoch einer ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch tat. Besonders gespannt waren wir auf den Auftritt in Pomerode, wo wir von 28 Jahren bereits 3 Wochen am Pommernfest mitgewirkt haben. Tatsächlich haben wir noch einige alte Bekannte von damals wieder getroffen. Touristisch haben wir die Reise mit einem zweitägigen Besuch der Wasserfälle in Iguacu sowohl auf der brasilianischen wie auch der argentinischen Seite begonnen. Den Abschluss fand die Reise mit zwei schönen Tagen am Strand von Florianopolis.

Die Gesamtstärke der Kapelle liegt seit Jahren bei ca.16 Mann. Das Repertoire umfasst über 200 Titel, so dass je nach Veranstaltung, vom Handwerkerhock bis zum Tanz- und Unterhaltungsabend die entsprechende Musik geboten werden kann. Neben den Bläsern gehören auch Schlagzeug, Orgel/Klavier, Gitarre und E-Bass zum Grundinstrumentarium der Kapelle. Da etliche Musiker mehrere Instrumente spielen, können neben der traditionellen Blasmusik mit Märschen, Walzern und Polkas auch modernere Titel wie Schlager und Oldies der 50 er und 60 er Jahre bis hin zur Big-Band Titeln aufgeführt werden. Mit insgesamt 6 Gesangstalenten wurde in den letzten Jahren das Repertoire in Richtung Oldies erheblich erweitert.